Lichtungen

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Lichtungen / Neues Kunstforum Köln 2007

Die Installationen setzen sich aus komplexen Raumgefügen und Projektionen zusammen in denen sich virtuelle und reale Räume durchdringen. Provisorisch und gleichermaßen raffiniert durchsetzen sie den Raum und verwandeln ihn in einen Parcours, der eine Tour de Force der Wahrnehmung ist. Die Parameter unserer Wahrnehmung – Raum und Zeit – driften  auseinander. In den Strukturen der Videoarbeit „dogscourt“ wird Raum gestaucht, gefaltet, gereiht, geschichtet, umstellt, gestaffelt, umschlossen, usw. Das Beziehungsgefüge zwischen Innen und Außen ist außer Kraft gesetzt, wie bei dem Zelt, das als körperloses Gerippe unserer Erfahrung wie eine dreidimensionale Zeichnung im Raume steht. Golfbälle durchkreuzen den Raum so, als lösten sich Pixel aus dem Bildzusammenhang ; ein Flusslauf der in gleichmäßiger gegenläufiger Kamerafahrt  vorüberzieht, treibt den Blick immer wieder aus dem Bild, bis jegliche Bodenhaftung verloren geht, und ein unbesteigbarer Beobachtungsturm steht wie ein von Innen beleuchtetes Fanal im Raum und wird zum Beobachteten.

Es geht in den Arbeiten um eine Reflexion von Wahrnehmungsformen und um die unausgesetzte Anstrengung, sich innerhalb der Wahrnehmungskonventionen und – muster einen Ort zu erobern, von dem aus man seine eigene Wahrnehmungsform entwickeln kann.

Auszug aus dem Text zur Ausstellung von Prof. Dr. Karin Stempel

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Golf DV 26´10   Ein weites Feld mit Golfbällen liegt vor dem Betrachter. Scheinbar ohne jede Bewegung erinnert das Bild an einen Sternenhimmel. Nur ab und zu durchbricht ein Ball der in das Feld geschossen wird, das Bild. Dieser kurze Moment rückt das Sehen selbst als Ereignis ins Bewusstsein.

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